Macht Zucker süchtig?

Es stellt sich in erster Linie die Frage, ob das Verlangen nach Süssem angeboren sei? Die Muttermilch, das erste Nahrungsmittel schmeckt bereits süss. Neugeborene Menschenkinder zeigen ebenso wie junge Katzen oder Hunde ein glückliches Gesicht, wenn sie süss wahrnehmen. Demgegenüber zeigen sie eine abwehrende Mimik, wenn sie bitter oder sauer schmecken.

Früher war Zucker ein seltener, nur saisonal verfügbarer Nährstoff. Der süsse Geschmack von Früchten oder Pflanzenteilen signalisiert, dass die Nahrung unbedenklich und geniessbar ist und schnell Energie liefert. Ein bitterer Geschmack deutet hingegen auf potenzielle Giftstoffe hin.

Unser Körper, vor allem das Gehirn braucht Zucker. Deshalb ist es naheliegend, dass Süssigkeiten einen Belohungseffekt auslösen. Durch den Genuss werden körpereigene Opiate freigesetzt. Ob es schlussendlich eine Sucht nach Essen gibt, oder generell eine Sucht nach Essen ist unter Wissenschaftlern umstritten.

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